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- Thüringer Urwaldpfade zum Entschleunigen und Waldbaden
Die Thüringer Urwaldpfade sind ein Gemeinschaftsprojekt des WWF Deutschland und der Thüringer Landesregierung. Dafür hat Thüringen 10 Prozent der landeseigenen Waldflächen dauerhaft aus der forstwirtschaftlichen Nutzung genommen. Hier sollen sich Wälder, seien es ehemalige deutsch-deutsche Grenzgebiete oder bestehende Naturparks, die bereits über Jahrzehnte unberührt waren, bewusst schrittweise zum Urwald von morgen entwickeln. Auf insgesamt 16 ausgewählten Wanderwegen können Wanderer diese naturbelassenen Wälder Thüringens entdecken – Wälder, in denen Bäume wachsen, alt werden und vergehen dürfen, ganz ohne menschlichen Eingriff. Diese sogenannten „Urwälder von morgen" sind Lebensraum für seltene Tier- und Pflanzenarten und ein einzigartiges Naturerlebnis mitten in Deutschland. Gleich drei Thüringer Urwaldpfade liegen fast vor Ihrer Haustür als Gäste in unseren Ferienhäusern Feuerzauber. Urwaldpfad Jüchnitzgrund (Pfad 12) Rund 11 km entlang der Jüchnitz, vorbei an alten Bergbaustandorten und durch eine der artenreichsten Kernzonen des Biosphärenreservats. Zwei idyllische Waldgaststätten laden zur Rast ein. Schwierigkeitsgrad: mittel Start und Ziel: Parkplatz am Schullandheim Geraberg (98716 Geraberg) Anfahrt nach Geraberg: 30 km/28 min Vessertal Familienrunde (Pfad 13) Eine kürzere, etwa 4,5 km lange Runde durch die Kernzone des Biosphärenreservats – ideal für einen entspannten Halbtag mit Kindern. Mit Einkehrmöglichkeit unterwegs. Schwierigkeitsgrad: niedrig Start und Ziel: Wanderparkplatz Sportplatz Schmiedefeld am Rennsteig (Sportplatzstraße, 98711 Schmiedefeld) Anfahrt nach Schmiedefeld: 20 km/28 min Urwaldpfad Vessertal (Pfad 14) Eine etwa fünfstündige Wanderung durch moosbedeckte Buchenwälder, vorbei an wilden Bächen und mit herrlichen Ausblicken. Schwierigkeitsgrad: anspruchsvoll Start und Ziel - drei Startmöglichkeiten: Wanderparkplatz am Sportplatz Schmiedefeld am Rennsteig (Sportplatzstraße, 98711 Schmiedefeld) – empfohlen Parkplatz Ortsmitte Vesser – nur wenige Stellplätze Wanderparkplatz in Breitenbach – für den Einstieg von Süden Fünf weitere Pfade sind in der Nähe von Eisenach (1-1,5 Stunde Anfahrt): Pfad der Begegnung im Nationalpark Hainich (Pfad 7) Der etwa 3,3 km lange, barrierefreie Wanderpfad lädt mit 23 Stationen zum Innehalten und Waldbaden ein – geeignet für alle Altersgruppen. Schwierigkeitsgrad: leicht Start und Ziel: Wanderparkplatz „Fuchsfarm" Anfahrt : 76 km/1,5 Stunden Urwaldpfad Nationalpark Hainich (Pfad 8) Ein familienfreundlicher, leichter Rundwanderweg mit interessanten Wissensstationen zum Ökosystem Wald. Auf 10 markierten Stationen wird die Entwicklung vom Wirtschaftswald zur Waldwildnis erlebbar. In der Nähe befindet sich das Nationalparkzentrum Thiemsburg mit dem berühmten Baumkronenpfad . Auf einem 540 Meter langen Steg schlendern Sie in bis zu 24 Metern Höhe durch das Blätterdach uralter Buchenwälder. Von einem 44 Meter hohen Aussichtsturm haben Sie einen Panoramablick über den Hainich bis ins Thüringer Becken. Der Baumkronenpfad ist barrierefrei, Eintritt ist kostenpflichtig. Schwierigkeitsgrad: leicht Start und Ziel: Jugendherberge „Urwald-Life-Camp", Harsbergstraße 4, 99826 Lauterbach/Thüringen. Anfahrt : 86 km/1 Stunde 20 min Welterbepfad im Nationalpark Hainich (Pfad 9) Ein mittelschwerer, 10 km langer Rundwanderweg durch die zentralen Altbuchenwälder des UNESCO-Weltnaturerbes. Schwierigkeitsgrad: mittel Start und Ziel: Wanderparkplatz Craulaer Kreuz – mit Einkehrmöglichkeit in der Hainichbaude direkt am Parkplatz. Anfahrt : 84 km/1 Stunde 15 min Wildkatzenpfad im Nationalpark Hainich (Pfad 10) Der etwa 7 km lange Rundweg ist der Wildkatze und dem Luchs gewidmet, die hier wieder nachgewiesen wurden. In einem am Pfad gelegenen Wildkatzengehege und einer Wildkatzenscheune können sich die Besucher weiter informieren. Weiteres Highlight: die Aussichtsplattform „Hainichblick" mit Panoramablick bis zur Wartburg. Schwierigkeitsgrad: leicht bis mittel Start und Ziel: Parkplatz Wildkatzendorf, Hütscheroda Anfahrt : 72 km/1 Stunde Landgrafenschlucht am Urwaldpfad Eisenach (Pfad 11). Foto: Lukas Beck, wiki.commons Urwaldpfad Eisenach (Pfad 11) Die etwa 8 km lange Rundtour führt durch die eindrucksvolle Landgrafenschlucht, vorbei an kühlen Feuchtbiotopen und lebendigen Buchenwäldern – mit imposanten Felsformationen und herrlichen Aussichten. Direkt nebenan liegt die berühmte Drachenschlucht – die zwar nicht zum Urwaldpfad-Netz gehört aber ebenso sehenswert ist. Schwierigkeitsgrad : mittel Start und Ziel: Wanderparkplatz Wartburg P3 (Parkplatz „Phantasie"), Mariental 33, 99817 Eisenach. Anfahrt: 65 km/1 Stunde 11 min Tipp: Bevor Sie losstapfen, empfehlen wir, die aktuellen Wegsperrungen vorab auf thueringer-urwaldpfade.de abzufragen.
- Trusetaler Wasserfall
Der Trusetaler Wasserfall ist mit 58 Metern der höchste Wasserfall Thüringens. Er war Endes des 19. Jahrhunderts künstlich angelegt worden. Das Wasser stürzt über mehrere Kaskaden hinab und bietet besonders nach regenreichen Tagen ein imposantes Schauspiel. Rund um den Wasserfall führt ein gut ausgebauter Wanderweg mit mehreren Aussichtsplattformen, von denen man den Wasserfall aus verschiedenen Perspektiven bewundern kann. Im Winter verwandelt sich das Wasser bei Frost in ein faszinierendes Eisgebilde. Der Treppenaufstieg zum oberen Teil des Wasserfalls ist zwar etwas anstrengend, mehr als 200 Stufen, aber die Aussicht lohnt sich definitiv. Vom oberen Plateau führt ein Rundweg an einem Bach entlang einige Kilometer weiter durch den Wald. Im Sommer ist der kleine Bach sehr erfrischend, im Herbst, wenn sich das Laub verfärbt, wird die Strecke stimmungsvoll. Der Rundweg ist gut markiert. An einigen Stellen gibt es Rastplätze mit Bänken, die zu einer Pause einladen. Die Wege sind meist gut befestigt, allerdings kann es nach Regen auch hier rutschig werden. Direkt am Wasserfall gibt es ein kleines Gasthaus, wo man sich nach der Wanderung stärken kann. Die Anlage ist ganzjährig zugänglich. Am 2. April 2026 ist Saison-Eröffnung . An diesem Tag wird der Wasserfall nach der Winterpause wieder angestellt. Anfahrt : 33 km/45 min Rundweg am oberen Plateau des Trusetaler Wasserfalls Trusetaler Wasserfall
- Schloss und Park Altenstein und Altensteiner Höhle
Schloss Altenstein bei Bad Liebenstein Foto: Rainer Lippert Auf unserer Liste der unbedingt zu besuchenden Thüringer Burgen und Schlösser ist das Schloss und der Park Altenstein bei Bad Liebenstein mit seinem wunderschönen Park mitten im Wald gelegen fast ein Geheimtipp. Mit seinem weitreichenden Wegenetz lädt der Park zum Verweilen und Genießen ein. Das Schloss wurde 1736 auf einer Burganlage als Wohnschloss von den damaligen Herzögen errichtet und später als Sommerresidenz genutzt. Als letzter Bauherr gilt der Herzog Georg II. von Sachsen-Meiningen, auch als Theaterherzog bekannt, der übrigens in diesem Jahr seinen 200. Geburtstag feiert. Er soll es vorgezogen haben, statt Politik zu machen, lieber im Theater Regie zu führen. Herzog Georg II. revolutionierte das europäische Theater mit naturalistischen Inszenierungen, die selbst Richard Wagner beeindruckten. Das Schloss Altenstein ließ er 1888-89 im Stil von Landhäusern der englischen Spätrenaissance umbauen, wo er schließlich auch viele Sommer verbrachte und den Ort zu einem Treffpunkt für Künstler und Musiker gemacht haben soll. Johannes Brahms war mehrmals zu Gast. Eine ihm gewidmete Gedenkstätte im Schloss zeigt Manuskripte, Briefe, Fotos und Originaldrucke aus dieser Zeit. Das Schloss und der umgebende Park (160 Hektar groß) wurde auf einem Zechsteinriff angelegt. Gartenarchitekten wie Hermann Fürst von Pückler-Muskau, Carl Eduard Petzold und Peter Joseph Lenné haben bei der Neugestaltung mitgewirkt. Die Wege führen durch naturnahe Waldareale, vorbei an der Teufelsbrücke, dem Chinesischen Häuschen und der Ritterkapelle, mit weitem Blick ins Werratal und bis in die Rhön. Der Park Altenstein zählt bis heute zu den schönsten in Thüringen. Am Ende der Monarchie 1918, lebte die Herzogsfamilie noch als Privatleute auf dem Schloss, verkauften es spätestens 1942, mitten im 2. Weltkrieg, an den NS-Staat. Die herzoglichen Kunstsammlungen wurden abtransportiert und sollen weitgehend verloren gegangen sein. Das Schloss diente während des Krieges als Offizierskrankenhaus. Nach Kriegsende wurde es als Erholungsheim der Handwerkskammer genutzt. 1982 kam es zu einem schweren Brand, der das gesamte Schlossinnere zerstörte. 1995 ging die Anlage an die Stiftung Thüringer Schlösser und Gärten über, die seitdem die Sanierung des Schlosses Stück für Stück vornahm. Daher ist wegen laufender Bauarbeiten das Schloss noch bis Ende 2026 für Rundgänge geschlossen. Doch der Park ist frei zugänglich, Parkführungen werden von April bis Oktober angeboten. Als weiteren Ausflugstipp empfehlen wir die Altensteiner Höhle, die direkt am Rand des Parks liegt. Die Höhle entstand als natürliche Karsthöhle und wurde 1799 entdeckt. Thüringens älteste Schauhöhle ist ein nationaler Geotop. Herzog Georg I. ließ sie einst als unterirdischen Landschaftsgarten ausbauen, mit Höhlendom, Musikempore und einem kleinen See auf dem damals sogar Gondeln fuhren. Die Höhle kann ganzjährig besucht werden und sogar für private Anlässe gebucht werden. Historische Aufnahme der Altensteiner Höhle von 1838. @wiki.commons Schloss und Schlosspark Altenstein: Audiotouren Altensteiner Höhle: 90-minütige geführte Touren Ticketinformationen bei https://www.thueringen.info/kultur/altensteiner-hoehle/ Karte der Parkanlage Anfahrt: 50 min/45 km
- Schützenbergmoor – das Hochmoor am Rennsteig
Pfad aus Holzplanken führt über das Schützenbergmoor. Das Schützenbergmoor liegt unweit des Rennsteigs bei Oberhof, auf einer Höhe von 890 m, und ist das einzige öffentlich zugängliche Hochmoor Thüringens. Es steht seit 1967 unter Naturschutz. Das etwa 2.500 Jahre alte Moor entstand einst als grundwassergespeistes Niedermoor und wird heute ausschließlich vom Regenwasser gespeist – und wächst dabei still und leise weiter, etwa einen Millimeter pro Jahr. Mit rund 5,2 Hektar Fläche und einer Torftiefe von bis zu 2,5 m ist es das kleinste Moor auf dem Kamm des Thüringer Waldes. Im 19. Jahrhundert wurde das Moor durch Torfgewinnung teilweise entwässert. 2012 ist es wieder umfassend rekonstruiert worden. Für Besucher wurde ein 230 Meter langer Pfad aus Holzplanken errichtet, der trockenen Fußes und barrierefrei durch das Naturschutzgebiet führt. Informationstafeln erklären die Entstehung von Hochmooren, ihre ökologische Bedeutung und die typische Flora und Fauna des Schützenbergmoores. Zu sehen sind unter anderem Torfmoose, Wollgras, Moosbeere und verschiedene Zwergsträucher. Das Moor ist Lebensraum für Libellen, Spitzmäuse und den Alpenbirkenzeisig. Mit einer kostenfreien Erlebnis-App und acht Themen-Stationen entlang des Stegs ist das Moor interaktiv durch alle Jahreszeiten erlebbar. Das Moor ist in jeder Jahreszeit sehenswert, zeigt sich nach Regenfall jedoch besonders eindrucksvoll. An durchschnittlich 180 Tagen im Jahr liegt hier Nebel – und gerade dann, wenn die Schwaden über die Moorfläche ziehen, entfaltet das Schützenbergmoor seinen ganz eigenen, fast mystischen Zauber. Es lässt sich von unseren Ferienhäusern bergaufwärts oder von Oberhof, auf fast ebener Strecke, leicht erwandern. Festes Schuhwerk ist empfehlenswert. Zwei Wanderrouten: Von Oberhof oder von Zella-Mehlis Das Schützenbergmoor lässt sich von unseren Ferienhäusern bergaufwärts oder von Oberhof, auf fast ebener Strecke erreichen. Ab Oberhof - talwärts: Die einfachere Route startet am Parkplatz Rondell in Oberhof. Von dort führt der Wanderweg über den Rennsteig bis zur Wegkreuzung „Stein 16" und weiter Richtung Veilchenbrunnen. Nach etwa 1,5 Kilometern ist das Moor erreicht. Der Weg verläuft weitgehend flach entlang des Rennsteigs. Ab Zella-Mehlis - bergaufwärts: Wer hingegen direkt von unseren Ferienhäusern in Zella-Mehlis starten möchte, folgt dem gut ausgeschilderten Wanderweg bergauf über den Veilchenbrunnen zum Rennsteig. Zur Stärkung empfehlen wir die gute Küche der Bergbaude Veilchenbrunnen (Mittwoch bis Sonntag von 10 bis 17 Uhr geöffnet). Wer mehr Zeit mitbringt, kann die Runde über den Rennsteig-Dolmar-Weg bis zum Rondell verlängern und dabei einen Abstecher in den Rennsteiggarten einplanen. Hinweis: Festes Schuhwerk ist empfehlenswert.
- Bertholdsburg in Schleusingen
Bertholdsburg mit dem Naturhistorischen Museum in Schleusingen Die Bertholdsburg in Schleusingen ist eine der besterhaltenen Renaissanceburgen Thüringens und beherbergt das Naturhistorische Museum Schleusingen, das Naturgeschichte und Regionalgeschichte unter einem Dach vereint. Die Burg wurde im Gedenken an Graf Berthold VII. (um 1272 - 1340) und seine Tätigkeit als Berater mehrerer römisch-deutscher Könige und Kaiser nach ihm benannt, darunter Kaiser Ludwig IV. (um 1282–1347). 1337 hielt sich Kaiser Ludwig auch tatsächlich auf der Bertholdsburg auf. Die naturkundliche Sammlung umfasst knapp 100.000 Exponate – darunter Fossilien, Minerale, Gesteine und Tierpräparate. Viele der Stücke stammen aus historischen Sammlungen des umliegenden Henneberger Landes, die bis ins 17. Jahrhundert zurückreichen. Die historische Abteilung beleuchtet die Regionalgeschichte. Das Museum betreibt auch eine eigenständige Forschungsabteilung, und unternimmt unter anderem regelmäßige Grabungen im Thüringer Land. Die Dauerausstellung 300 Millionen Jahre Thüringen, stellt die geologische Geschichte der Region dar. Außerdem gibt es ständig wechselnde Sonderausstellungen. Nach dem Museumsbesuch lohnt sich der Aufstieg auf den Aussichtsturm der Burg. Von dort genießt man einen weiten Blick über die Dächer Schleusingens und weit in den Thüringer Wald hinein. Öffnungszeiten: Di–Fr: 9–17 Uhr | Sa, So & Feiertage: 10–18 Uhr Anfahrt mit dem Auto: 28 km/23 min
- Baumkronenpfad im Nationalpark Hainich
Der Nationalpark Hainich ist Deutschlands größtes zusammenhängendes Laubwaldgebiet und seit 2011 UNESCO-Weltnaturerbe. Hier gibt es den Baumkronenpfad , der über 530 Meter durch die Wipfel in bis zu 24 Metern Höhe führt und endet auf einem 44 Meter hohen Baumturm mit spektakulärer Rundumsicht. Der Pfad ist barrierefrei und auch mit Kinderwagen und Rollstuhl befahrbar, da der Aufstieg über sanfte Rampen ohne Treppen erfolgt. Auf dem Pfad gibt es verschiedene Stationen mit Informationen zur Waldökologie und Besucher können Vögel und andere Tiere auf Augenhöhe in ihrem natürlichen Lebensraum beobachten. Im "Urwald mitten in Deutschland" können sich die alten Buchenwälder ohne menschliche Eingriffe entwickeln. Wildkatzen, seltene Spechte und Fledermäuse haben hier ihren Lebensraum gefunden. Verschiedene Wanderwege und Themenpfade machen den Nationalpark für Besucher jeden Alters erlebbar. Anfahrt : 69 km/54 min Baumkronenpfad im Nationalpark Hainich (Foto: Rainer Lippert)
- Goethe und Schiller in Weimar
Weimar, die Stadt der deutschen Klassik, verdankt ihren Weltruf vor allem zwei Dichtern: Johann Wolfgang von Goethe und Friedrich Schiller. Die enge Freundschaft zwischen Goethe und Schiller gilt als eine der bedeutendsten Dichterfreundschaften der Weltliteratur. Vor dem Deutschen Nationaltheater steht das Goethe-Schiller-Denkmal von 1857, Weimars bekanntestes Fotomotiv. Im Goethe-Nationalmuseum können Besucher Originalmanuskripte und persönliche Gegenstände der beiden Dichter bewundern. Goethes Gartenhaus im Park an der Ilm war sein erster Wohnsitz in Weimar und Rückzugsort für kreatives Schaffen. Die Herzogin Anna Amalia Bibliothek beherbergt die größte deutsche Literatursammlung um 1800 mit Werken beider Dichter. Weimars UNESCO-Welterbe-Status verdankt die Stadt maßgeblich dem kulturellen Erbe von Goethe und Schiller. Goethe-Schiller-Denkmal in Weimar. (Foto: Andreas Praefcke) Johann Wolfgang von Goethe (1749-1832) war 1775 als 25-Jähriger der Einladung des jungen Herzogs Carl August aus seiner Geburtsstadt Frankfurt am Main nach Weimar gefolgt und blieb dort bis zu seinem Tod. Sein Wohnhaus am Frauenplan ist heute ein Museum und zeigt seine Arbeits- und Wohnräume im Originalzustand. Friedrich Schiller (1759-1805) kam 1799 aus dem nahen Jena nach Weimar, wo er seit 1789 als Professor für Geschichte gelehrt hatte. Die intensive literarische Freundschaft mit Goethe, die 1794 begonnen hatte, war der Hauptgrund für seinen Umzug. Schiller lebte in Weimar in der heutigen Schillerstraße 12 und starb bereits mit 45 Jahren an den Folgen schwerer chronischer Erkrankungen. Das Schillerhaus gewährt authentische Einblicke in sein Leben und die Entstehung seiner späten Dramen. Neben Goethe und Schiller lebten und wirkten viele weitere deutsche Klassiker in Weimar, darunter Johann Gottfried Herder (1744-1803) - Philosoph, Theologe und Dichter, Christoph Martin Wieland (1733-1813) - Dichter und Übersetzer, und Franz Liszt (1811-1886) - Komponist und Pianist. Anfahrt mit der Bahn: etwa 90 min ab Zella-Mehlis Hbf. Anfahrt mit dem Auto: 1 Std./78 km
- Drachenschlucht bei Eisenach
Die Drachenschlucht bei Eisenach ist eine Naturschlucht in Thüringen und zieht sich auf etwa drei Kilometern durch eine bis zu zehn Meter tiefe Klamm, deren Felswände an der engsten Stelle gerade mal 68 Zentimeter auseinander liegen. Das feuchte Mikroklima hat die Felsen mit dichtem Moos überzogen, das in satten Grüntönen leuchtet. Der Wanderweg führt über Holzstege und kleine Brücken, während unter den Füßen ein munterer Bach durch die Schlucht plätschert. Besonders an heißen Sommertagen ist die Schlucht ein willkommener Rückzugsort, denn hier ist es angenehm kühl. Die mystische Atmosphäre zwischen den hohen Felswänden macht den besonderen Reiz der Drachenschlucht aus. Der Name geht vermutlich auf die schlangenartige Form der Schlucht zurück, auch wenn sich hier natürlich keine echten Drachen tummeln. Festes Schuhwerk ist empfehlenswert, da die Wege durch die Feuchtigkeit oft rutschig sind. Viele Wanderer verbinden die Drachenschlucht mit der nahen Landgrafenschlucht zu einer schönen Rundtour. Von Eisenach aus ist die Schlucht gut zu erreichen. Anfahrt : 60 km/58 min
- VIBA Nougat-Welt in Schmalkalden
Die VIBA Nougat-Welt ist eine Erlebnis-Confiserie, die zur VIBA sweets GmbH gehört, einem der größten Nougat-Hersteller Europas in Schmalkalden. Dort können Besucher in die Schauwerkstätten schauen und dabei zusehen, wie die Nougat-Spezialitäten industriell hergestellt werden. In der VIBA Nougat-Welt in Schmalkalden können Besucher die Herstellung von Nougat-Spezialitäten verfolgen. Die Schau-Confiserie zeigt, wie die verschiedenen Produkte entstehen. Es werden auch Kurse angeboten , bei denen man selbst Pralinen oder Schokoladen-Kreationen herstellen kann. Ein Werksverkauf ist angeschlossen. Die Nougat-Welt liegt in der Nähe der Altstadt und ist vom Schloss Wilhelmsburg aus gut erreichbar. Der Eintritt in den Schaubereich ist frei. Anfahrt - Auto : 23 km/28 min Anfahrt - Bus/Bahn : Stündliche Verbindungen/25 min Bahn/Bus und 850 m zu Fuß vom Bahnhof Schmalkalden VIBA Nougat - Schokolademanufaktur in Schmalkalden (Foto: TOMMES-WIKI)
- Feengrotten Saalfeld
Die Feengrotten in Saalfeld sind ein ehemaliges Alaunschiefer-Bergwerk in Thüringen, das heute als Schaubergwerk dient. Alaun wurde ab der Mitte des 19. Jahrhunderts synthetisch hergestellt, und wird zum Gerben von Leder, als Beizmittel oder für Leim in der Papierindustrie verwendet. Die Feengrotten gelten als "die farbenreichsten Schaugrotten der Welt" und wurden ins Guinness-Buch der Rekorde eingetragen. Der Bergbau fand hier von etwa 1530 bis 1846 statt, danach füllten sich die Hohlräume mit Wasser und es entstanden durch Mineralauswaschungen die bunten Tropfsteine. Die beeindruckenden Farben reichen von Weiß über Braun und Ocker bis zu intensiven Blau- und Grüntönen. Seit 1914 sind die Grotten für Besucher zugänglich. Die Führung durch die Grotten dauert etwa 45 Minuten und führt durch verschiedene Hohlräume mit fantasievollen Namen. Besonders beeindruckend ist der sogenannte "Märchendom", der größte Hohlraum der Anlage. Die konstante Temperatur von etwa 9°C herrscht das ganze Jahr über in den Grotten. Neben dem Schaubergwerk gibt es auch ein Grottoneum, ein Erlebnismuseum, sowie einen Heilstollen für therapeutische Zwecke. Die Feengrotten liegen am Stadtrand von Saalfeld. Anfahrt : 70 km/57 min Märchendom Saalfelder Feengrotten (Foto: Ansgar Koreng)
- Motorradtouren am Rennsteig
Unsere motorradfreundlichen Ferienhäuser liegen mitten im Thüringer Wald – das perfekte Basecamp für alle, die tagsüber Serpentinen fahren und abends gemütlich entspannen möchten. Bei uns finden Sie sichere Abstellplätze, einen Motorrad-Waschplatz und Trockenraum. Biker sind willkommen! Hier sind ein paar Tourenvorschläge für Motorradfahrer in der näheren Umgebung mitten durch den Thüringer Wald: 1. Kanzlersgrund-Runde 26 km | Zella-Mehlis → Kanzlersgrund → Oberhof → Rennsteiggarten → Zella-Mehlis Kurvenreiche Strecke mit mehr als 330 Höhenmetern Unterschied 2. Ruppberg-Runde 54 km | Zella-Mehlis → Ruppberg (866m) → Steinbach-Hallenberg → Floh-Seligenthal → zurück Enge, gewundene Waldstraßen 3. Inselsberg-Runde 100 km | Zella-Mehlis → Brotterode-Trusetal → Inselsberg → Bad Tabarz → Ohrdruf → Oberhof → Zella-Mehlis Fahrtechnisch anspruchsvolle Runde um den Großen Inselsberg 4. Rennsteig-Höhentour 54 km | Zella-Mehlis → Oberhof → Großer Beerberg → Schmiedefeld → Suhl → Zella-Mehlis Entlang des höchsten Berges Thüringens, dem Großen Beerberg
- Hausberg Ruppberg
Der Ruppberg, 866 Meter hoch, gilt als der Hausberg der Stadt Zella-Mehlis. Viele Wanderwege führen zum baumfreien Gipfel, der formal in der Gemarkung des Nachbarorts Steinbach-Hallenberg liegt. Auf dem Gipfel versorgt der Ruppberg-Verein an den Wochenenden Wanderer mit Schmaus und Trank in der Ruppberghütte. Vom Gipfel hat man bei guter Sicht einen einmaligen Panoramablick über Suhl bis hin nach Coburg, zur Wasserkuppe und in die Rhön. Bereits die Kelten sollen auf dem Ruppberg eine Wallanlage errichtet haben. Ein Sagenwanderweg führt vom Ruppberg-Parkplatz zum Gipfel, wobei gestaltete Tafeln Geschichten vom Raubritter Ruppertus über wunderliche Begebenheiten erzählen. Den Aufstieg zum Ruppberg von unseren Ferienhäusern empfehlen wir vor allem an den Wochenenden, wenn man sich bei Ankunft an der Hütte mit einem Imbiss und Getränken belohnen kann. Öffnungszeiten: am 1. Mai 2026 beginnt die neue Saison Samstag von 10.00 Uhr bis 19.00 Uhr | Sonntag von 10.00 Uhr bis 17.00 Uhr geöffnet. Wanderung (gesamte Strecke): 3,5 km/60 min Höhenunterschied: 382 m Wanderung ab Ruppberg-Parkplatz: 1,8 km/30 min Höhenunterschied: 112 m












