Zauberhafter Herbst

Pilze sammeln im Thüringer Wald
Kaum hat der erste Herbstregen den Waldboden durchtränkt, sprießt es im Thüringer Wald an allen Ecken: Dann gehen wir Thüringer in die Pilze. Abseits der Wege, unter Tannen und Fichten, sichten Sie dann aus der Ferne eher mürrisch wirkende Waldfreunde mit Korb und Messer in der Hand: die Pilzsammler. Ihre Herbstwanderungen bringen nicht nur eine schmackhafte Beilage zum Sonntagsbraten auf den Tisch. Dahinter steckt auch ein ganz besonderes Wissen, das Eltern an ihre Kinder weitergeben: Welcher Pilz ist essbar, und welcher bleibt lieber im Wald stehen? Die besten Fundstellen behält man im Thüringer Wald für sich, da schweigt selbst der gesprächigste Nachbar.
Steinpilz und Marone: die beliebtesten Waldpilze
Ganz oben auf der Hitliste der Speisepilze steht der Steinpilz, dicht gefolgt von Marone, Pfifferling, Rotkappe und Birkenpilz. Übrigens: Steinpilz, Pfifferling & Co. stehen unter Schutz. Sammeln Sie also nur so viel, wie Sie selbst genießen können (als Richtwert gelten 1 bis 2 kg pro Person und Tag), sonst gibt es einen Strafzettel von der Pilzpolizei (kein Scherz).
Vom Wald auf den Teller
Eine Faustregel, um Giftpilze zu erkennen, gibt es leider nicht. Anfänger sollten Pilze mit weißen Lamellen und knolliger Stielbasis grundsätzlich stehen lassen und überhaupt nur mitnehmen, was sie wirklich sicher kennen. Bei Zweifeln helfen die ehrenamtlichen Pilzberater der Region. Die nächsten finden Sie in Floh-Seligenthal und Brotterode-Trusetal (Kontakte unter tham-thueringen.de). Und wer unsicher ist, genießt einfach den schönen Anblick und kauft seine Pilze im Supermarkt.
Im Ernstfall wählen Sie den Notruf 112 oder den Giftnotruf Erfurt unter (0361) 730730.












